Kindeswohl und familiäre Bedarfe in der Kindertagesbetreuung unbedingt berücksichtigen

Veröffentlich am: Mai 26, 2025
Kategorie: Neuigkeiten

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Kindeswohl und familiäre Bedarfe in der Kindertagesbetreuung unbedingt berücksichtigen

Aktuell sorgen sich Eltern im Stadtgebiet, dass Kindertagespflegestellen kurzfristig schließen und den Betrieb komplett einstellen. „Uns wird immer wieder berichtet, dass Gelder gekürzt und Betreuungsumfänge strikt kontrolliert werden sollen“, berichtet Lisa Heimann, Co-Vorsitzende im Stadtelternrat Mülheim. So hieße es beispielsweise, dass krankheitsbedingte Abwesenheiten von Kindern zu Kürzungen beim Pflegegeld führen, welches Kindertagespflegepersonen für ihre Leistungen erhalten. Auch würden Eltern um Hilfe bitten, damit kurzfristig ein Kita-Platz gefunden werden könne.

Diese vermehrt aufkommenden Elternmeldungen nahm der Stadtelternrat zum Anlass, ein klärendes Gespräch mit dem Jugendamt der Stadt Mülheim zu suchen. Tatsächlich gibt es dort Überlegungen, die „allgemeinen Bedingungen“ für die Kindertagespflege zu ändern. In diese Überlegungen war auch der Stadtelternrat im Vorfeld eingebunden. Im Vordergrund stand hier aber eine Verdeutlichung der Bestandteile, welche über die „laufende Geldleistung“ abgegolten sind. Im gleichen Zuge sollte klarer als bisher verankert werden, dass Gelder nur für tatsächliche Betreuungsumfänge gezahlt werden. Dies liege auch im Interesse der Elternvertretung. Es dürfe nicht passieren, dass vertragliche Vereinbarungen z.B. über die tatsächlichen Öffnungszeiten der Kindertagesbetreuungsangebot hinausgingen oder deutlich über den realen familiären Bedarfen liegen. Schlussendlich würde dies auch zu höheren Elternbeiträgen führen.

Betreuungsverträge in Kita und Kindertagespflege mit Wochenstunden, welche über den eigentlichen Bedarf der Familien hinausgehen, sind ein wiederkehrendes Thema im Stadtelternrat. „In jedem Jahr haben wir Fälle, in denen Eltern berichtet, dass gerade jüngste Kinder nur einen 45-Stunden-Vertrag in der Kita oder Kindertagespflege bekommen. Dabei würde den Familien ein Umfang von maximal 35 Wochenstunden vollkommen ausreichen“, berichtet Daniela Heimann, Vorsitzende des Stadtelternrates. Sie verdeutlicht: „Uns ist wichtig, dass bedarfsgerechte Angebote gemacht werden und dass Kinder sich dort während der Betreuungszeiten wohlfühlen und entfalten können“. Eine Kürzung von Geldbeträgen würde der Stadtelternrat lediglich in Diskussionen um Elternbeiträge gutheißen, lässt die Elternvertretung mit einem Augenzwinkern verlauten.

Der Stadtelternrat Mülheim vertritt die Interessen der Eltern von ca. 7.000 Kindern in Mülheimer Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege. Kontakt kann per Mail aufgenommen werden: kontakt@jaeb-muelheim-ruhr.de

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